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Byte – Bit – Bite – Datenrettung

Ein Byte ist eine Bezeichnung in der Digitaltechnik und Informatik für:

  1. die kleinste in einem Schritt addressierbare Datenmenge im Hauptspeicher eines Rechners,
  2. eine adressierbare Speichereinheit, die groß genug ist, um ein beliebiges Zeichen aus dem Basiszeichensatz aufzunehmen,
  3. umgangssprachlich die Bezeichnung eines Tupels von 8 Bit, deren formale ISO-konforme Bezeichnung Oktett ist,
  4. einen Datentyp in einigen Programmiersprachen für eine 8 Bit breite Einheit.

Der Begriff Byte wird aufgrund der großen Verbreitung von Systemen, die auf acht Bit (bzw. Zweierpotenzvielfache davon) basieren, für die Bezeichnung einer acht Bit breiten Größe verwendet, die in formaler Sprache (entsprechend ISO-Normen) aber korrekt Oktett (engl. „octet“) heißt.

Bei der Übertragung kann ein Byte parallel (alle Bits gleichzeitig) oder seriell (alle Bits nacheinander) übertragen werden. Zur Sicherung der Richtigkeit werden oft Prüfbits angefügt. Bei der Übertragung größerer Mengen sind weitere Übertragungsprotokolle möglich. So werden bei 32-Bit-Rechnern oft 32 Bit (vier Byte) gemeinsam in einem Schritt übertragen, auch wenn nur ein 8 Bit Tupel übertragen werden muss. Das ermöglicht eine Vereinfachung der zur Berechnung erforderlichen Algorithmen und einen kleineren Befehlssatz des Computers.

Um Datenmengen z.B. von Festplatten anzugeben, wird der Einheit Byte (die dort meist für ein Oktett steht) ein Präfix wie z.b. K (für Kilo, 1000) oder Ki (für Kilo-bInary, 1024) vorangestellt.

KiB – Kilobinary Byte

Um diese Präfixe gab es lange Zeit einige Verwirrung, da bei physikalischen Einheiten die Staffelung mit Hilfe von Zehnerpotenzen üblich ist, zum Beispiel 1000 g = 1 kg, während in der Informatik mit einem Kilo in der Vergangenheit 1024 statt 1000 gemeint war.

Der Artikel Datenmenge geht auf diese Problematik ein. Die Bezeichnungen sind im internationalen Standard IEC-Standard 60027-2 geregelt und im Artikel Liste der Vorsilben für Maßeinheiten aufgeführt. Die Abkürzung KiB steht in der Informationstechnik für die Speichermengeneinheit KibiByte („Kilobinary Byte“) und bezeichnet das 1024-fache eines Bytes.

Geschichte des Begriffs Byte

Das Wort „Byte“ ist künstlich und stammt von „Bit“ und „Bite“ (englisch, Quelle: The New Shorter Oxford English Dictionary). Verwendet wurde es, um eine Speichermenge oder Datenmenge zu kennzeichnen, die ausreicht, um ein Zeichen darzustellen.

Der Begriff wurde nach 1956 von Werner Buchholz geprägt in einer frühen Designphase eines IBM-Computers. Im Original beschrieb er eine Breite von 6 Bit und stellte die kleinste direkt addressierbare Speichereinheit eines Computers dar. Bereits 1956 erfolgte der Übergang zu 8 Bit. Die Schreibweise „Bite“ wurde zu „Byte“ geändert, um versehentliche Verwechslungen mit „Bit“ zu vermeiden.

Byte ist auch die Abkürzung für Binary term.

Zur Unterscheidung der ursprünglichen Bedeutung als kleinste addressierbare Einheit und der Bedeutung als 8 Bit Tupel wird in der Fachliteratur korrekterweise der Begriff Oktett (engl. „octett“) für letzteres benutzt, um eine klarere Trennung zu erzielen.

 

[Einzelne Passagen der Definition von „Byte“ wurden aus der Online-Enziklopädie „Wikipedia“ übernommen und ergänzt. Dort finden Sie auch Editiermöglichkeiten des ursprünglichen „Byte“ Beitrages]



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